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Schutz durch Motorradhelme!
Motorradhelme gehören zu jeder guten Motorradausrüstung dazu und haben sich über die Jahrzehnte stark weiter entwickelt und differenziert. Sie haben sowohl eine Schutzfunktion als auch sind sie Symbol für die Einstellung des Fahrers und dessen Geisteshaltung und ideologischem Bezug zu dem Motorrad fahren an sich.
Nach ihrer Form unterscheidet man Halbschalen-Helme, Jethelme und Integralhelme. Bis in die Fünfziger Jahre hinein hatten Sturzhelme die typische Halbschalen-Form. Die Halbschale war in der Regel mit einer ledernen Verlängerung zum Schutz der Ohren ausgestattet. Sie wurde mit Brille zum Schutz für die Augen gefahren.
In den Sechziger Jahren wurde der Jethelm modern, dessen Name von den Helmen der Jet Piloten abgeleitet ist. Seitlich war der Jethelm bis über die Ohren herunter gezogen. Auch der Jethelm wurde mit Brille gefahren.
In den Siebziger Jahren wurde der Schutzhelm unterhalb der Augen im Kinnbereich geschlossen und durch ein Visier aus durchsichtigem Kunststoff ergänzt. Zunächst erhielt er dadurch den Namen Vollvisierhelm, der aber durch die Bezeichnung Integralhelm abgelöst wurde.
Noch in den Fünfziger Jahren waren Motorradhelme aus Leder, Pappe oder Metall. Heute bestehen alle Helme aus zwei Schalen: der Außenschale und der Innenschale. Die Außenschale sorgt für den Aufprall- und Durchdringungsschutz.
Die Materialien, die für die Außenschale verwendet werden, sind thermoplastischer Kunststoff und duroplastischer Kunststoff. Die Innenschale aus Hartschaum sorgt für die eigentliche Sicherheit. Sie absorbiert durch Verformung die Stöße beim Aufprall. Diese Verformung ist dauerhaft.
Hat die Innenschale einmal einen Stoß absorbiert, ist der Helm als verbraucht anzusehen. Generell ist die Schutzwirkung bei den heute angebotenen Helmen, unabhängig von Preis und Material, durchweg einwandfrei und ohne Beanstandung.
Thermoplast- oder Duroplast-Helm?
Welchem Material der Vorzug zu geben ist, lässt sich so allgemein nicht sagen. Manch einer gibt gerne etwas mehr aus, um sich einen Duroplast-Motorradhelm zu kaufen, der länger hält. Aber: die stoßabsorbierende Schicht aus Styropor unter der Helmschale setzt sich vom vielen Tragen, die Schaumstoffpolster quetschen zusammen, das Innenfutter verschmutzt. Zu überlegen ist, ob es nicht besser ist, alle zwei oder drei Jahre einen preisgünstigeren Helm zu kaufen, als alle vier oder sechs Jahre einen doppelt so teuren.
Beim Kauf sollte die Passform ein unbedingtes Entscheidungskriterium sein. Der Helm darf lieber etwas eng sitzen, mit der Zeit drücken sich die Polster sowieso zusammen. Schwierigkeiten kann es bei sehr kleinen oder sehr großen Köpfen geben. Der Helm muss so sitzen, dass sich bei geschlossenem Kinnriemen nicht vom Kopf ziehen lässt.
Manche Händler lassen den Kunden eine Probefahrt machen. Das ist die beste Möglichkeit, die Geräuschentwicklung des Helms auf dem eigenen Motorrad zu testen. Ist das Visier leicht zu öffnen, ist es kratzfest, wie teuer sind Ersatzvisiere. Die Farbe des Helms sollte hell sein. Reflexstreifen, welche es auch als Zubehör zu kaufen gibt, sind sehr zu empfehlen.
Noch ein Wort zur Aerodynamik: Der Motorradhelm des Fahrers ist dem Fahrtwind voll ausgesetzt. Je nach Fahrtgeschwindigkeit können die am Helm auftretenden Kräfte sehr stark werden. Gute Motorradhelme werden daher im Windkanal optimiert, um möglichst geringen Windwiderstand zu erzielen. Zu beachten ist allerdings, dass sich Helme auf verschiedenen Motorrädern sehr unterschiedlich verhalten, je nachdem, ob eine Verkleidung vorhanden ist, wie diese gestaltet ist und natürlich wie groß der Fahrer ist.
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