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Schutz durch Motorrad Protektoren!

Der Begriff Protektoren ist im deutschsprachigen Raum für die Schutzelemente bei Motorradbekleidung rechtlich geschützt.

Protektoren sollen durch ihre Schlag dämpfende Wirkung den Körper des Fahrers bei einem Unfall schützen. Sie werden für Schultern, Ellbogen, Rücken, Hüften und Knie eingesetzt.

Motorrad ProtektorenNach ihrer Bauart unterscheidet man unter anderem folgende Protektoren. Die Elemente können entweder aus visko-elastischem Schaumstoff gearbeitet sein oder gehören der Kategorie der Hartschaum Protektoren an. Als dritte Art werden auch noch Hartschalen-Protektoren angeboten.

Unter Motorradfahrern längst bekannt, sind sie zwar sinnvoll zum Schutz, doch neigen sie oft dazu zu verrutschen oder die Passform der Kleidung zu verringern. Deshalb müssen bei der Auswahl der Schutzbekleidung, in welche Protektoren eingearbeitet sind, unbedingt bestimmte Regeln eingehalten werden, um auch längere Zeit mit dem gekauften Produkt Freude zu haben.

Sind also etwa in eine Jacke Hartschalenprotektoren eingearbeitet, so muss der Käufer darauf achten, dass diese an den vorgesehenen Stellen eng am Körper anliegen, da es ansonsten dazu kommen kann, dass sie verrutschen.
Weitaus schlimmer als die Unbequemlichkeit können aber Verletzungen sein, die aufgrund verschobener Hartschalenprotektoren resultieren können.
Die Plastikteile und ihre scharfen Kanten sind somit mit Vorsicht zu genießen. Die ideale Passform lässt sich am besten durch Bewegung und Abwinkeln der Gliedmaßen feststellen.

Sehr viel angenehmer zu tragen sind Jacken mit „Weichprotektoren“, wie sie im Jargon genannt werden. Hierbei wird visko-elastischer Schaumstoff zwischen Innenfutter und Leder eingearbeitet. Erstaunlicherweise dämpft dieser Einsatz beim Bremsen besser und wird bei einem Aufprall beinahe so hart wie seine ohnehin schon hart gebauten Konkurrenten.
Zudem hat er den Vorteil, dass er keine scharfen Kanten besitzt, an denen man sich verletzten kann.

Die Idee, Motorradbekleidung mit Protektoren auszurüsten, stammt aus dem sicherheitsbewussten Skandinavien.
Schwedische Versicherungen haben schon in den Achtziger Jahren Trägern von Motorradkombinationen, welche mit Protektoren ausgestattet waren, Rabatte eingeräumt.

Normierung von Protektoren?

In den Neunziger Jahren kam es dann soweit, dass europaweit eine Normierung von Protektoren eingeräumt werden sollte. Diese wird aber bis zum heutigen Tag von Motorradverbänden heftig kritisiert und bekämpft. Sie ist natürlich dennoch in Kraft getreten und tut unter dem Kürzel EN 1621-1 in der vorderen Front der Produktion ihren Dienst.

Nur noch nach dieser Norm hergestellte Protektoren dürfen als solche überhaupt benannt und verkauft werden und sie tragen dementsprechend ein CE Siegel um für die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu garantieren.
Die Überprüfungen führen unabhängige Institute wie etwa das TÜV durch.

Noch enthält die Norm keine Vorschriften über Rückenprotektoren. Daher können diese derzeit nur als „Rückendämpfungselemente“ verkauft werden.

Die Motorradverbände lehnen die Normierung von Schutzkleidung deshalb ab, weil sie darin die schleichende Einführung eines gesetzlichen Tragezwanges zu erkennen meinen. Meistens verhält es sich nämlich so, dass wenn eine Norm erst einmal gilt, sich diese oft auf die Verträge auswirken, die mit den Versicherungen abgeschlossen werden müssen.
Eine Norm ist ja nur eine Prüfvorschrift, hat aber noch nicht die Reichweite eines Gesetzes. Es liegt jedoch nahe, dass die Versicherungen bei etwaigen Unfällen versuchen werden, den Fahrern ein Mitverschulden anzulasten, wenn diese ohne Protektoren unterwegs waren. Somit könnte das ganze zu einem Zwang ausarten.

Diese Angst ist jedoch immer unbegründeter, denn in der Realität wird Motorradbekleidung heute bereits ausschließlich mit Protektoren ausgerüstet. Es ist durch sie aber keine Einschränkung in der Auswahl aufgetreten.
Ganz im Gegenteil: das Angebot an Motorradschutzbekleidung ist heute so groß wie nie zuvor.

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